Der Honig

Honig ist mehr als nur ein gesundes Nahrungsmittel – er besitzt heilende, lindernde und vorbeugende Eigenschaften bei zahlreichen Krankheiten, denn die beste Apotheke ist doch die Natur. Honig kann in vielen Fällen helfen, völlig ohne Risiken und Nebenwirkungen, er wirkt sowohl von innen als auch von außen.
Bei körperlicher und seelischer Erschöpfung bringt Honig den Organismus schnell wieder auf Touren. Er liefert rasch Energie, macht fit und bringt dem Körper seine Kräfte zurück. Honig hat sich auch bei Verdauungsproblemen, Husten und Erkältung, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Wundheilung und zur allgemeinen Stärkung bewährt.
Entstehung
Honig entsteht dadurch, dass Bienen süße Säfte (Nektar) von verschiedenen lebenden Blütenpflanzen oder auch Honigtau von Blattläusen aufnehmen, durch körpereigene Stoffe bereichern und in ihrem Körper verändern. Anschließend wird er in Waben gespeichert und reift dort. Für die Imkerei ist es bedeutsam, dass die Bienen auch spezielle Blüten, wie z.B. nur Raps, Linde oder Phacelia, anfliegen und dort sortenreinen Nektar sammeln. Später im Jahr gibt es dann Sorten wie Wald- oder auch Heidehonig, absolute Spitzenhonige - eine echte Kostbarkeit. Die Biene saugt den Nektar oder Honigtau über ihren Rüssel auf und bringt ihn in der Honigblase in den Stock. Dort geben sie bieneneigene Stoffe hinzu und reduzieren den Wassergehalt. Die durch die Biene hinzugefügten Enzyme bewirken eine Veränderung des Zuckerspektrums und die Entstehung von Inhibinen - diese hemmen das Wachstum von Hefen oder Bakterien. Die Reduzierung des Wassergehalts erfolgt dadurch, dass die Bienen den Nektar über den Rüssel mehrfach herauslassen und wieder eingesaugen und ihn in den Waben umlagern. Zusätzlich wird durch kräftiges Fächeln mit den Flügeln Wasser verdunstet. Nun werden die Lagerzellen des Honigs mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht überzogen. Für den Imker ist dies das Zeichen, dass der Honig reif ist und geerntet werden kann.
Inhaltsstoffe
Honig enthält hauptsächlich Frucht-(Fruktose) und Traubenzucker (Glukose) ca. zu 70%, ca 20% Wasser und darüber hinaus ca. 10 % Enzyme, Pollen, Eiweiß, organische Säuren, Mineralstoffe und die Vitamine B und C. Honig ist 100% natürlich und gesünder als Haushaltszucker.
Gewinnung
Honigwaben werden dem Bienenstock entnommen und ohne zusätzliche Wärmezufuhr möglichst stockwarm sofort bearbeitet, so dass die wertvollen Inhaltstoffe des Honigs in vollem Umfang erhalten bleiben. Früher hat man den Honig durch Austropfen, Pressen oder Ausstampfen gewonnen. Heute wird der Honig im allgemeinem, nachdem die Wabe entdeckelt wurde, mittels einer Honigschleuder durch Zentrifugalkraft ausgeschleudert. Das ist auch die wirtschaftlichste Lösung, da der Wabenbau der Bienen nicht zerstört wird.
Alle meine Honige werden kaltgeschleudert, allerdings ist der Begriff umstritten denn ein Verfahren der Warmschleuderung gibt es nicht - jeder Schleuderhonig ist kaltgeschleudert, wenn man die Temperaturgrenze von ca. 35°C, die ungefähr in einem Bienenstock herrscht, nicht überschreitet. Trotzdem wird die Bezeichnung „kaltgeschleudert“ von Honigimporteuren als besonderes Qualitätsmerkmal für Honig verwendet.
Außer Schleuderhonig, gibt es noch Scheibenhonig der aus unbebrüten Wabenstücken besteht und Wabenhonig der so ähnlich ist wie Scheibenhonig.
Konsistenz/Farbe – flüssig oder kristallin, hell oder dunkel
Die Konsistenz des Honigs reicht von dünnflüssig über cremig bis fest. Ein naturbelassener Honig kristallisiert immer und wird nach einer gewissen Zeit fest, das ist ein natürlicher Vorgang. Jedoch hängt es auch von der Sorte und den Inhaltsstoffen ab.
Der Honig besteht aus Anteilen von Fruchtzucker und Traubenzucker. Der Traubenzuckeranteil führt zur Kristallisation, darum sind diese Honige fast nie flüssig (z.B. Rapshonig) und Honige mit hohem Fruchtzuckeranteil kristallisieren sehr langsam (z.B. Akazienhonig).
Wenn ein Honig Kristalle aufweist ist also kein Haushaltszucker enthalten, sondern der naturgemäß enthaltene Traubenzucker. Es ist sogar ein Qualitätsmerkmal, wenn Honig nach einer gewissen Zeit kristallisiert.
Wenn Sie aber nun keinen kristallisieren Honig mögen, dann können Sie ihn im Wasserbad bis 40°C (auf keinen Fall darüber, da sonst wichtige Inhaltsstoffe zerstört werden) wieder schonend verflüssigen. Oder Sie stellen Ihn einfach auf einen Heizkörper und schon nach ca. einem Tag ist er wieder flüssig.
Um cremigen Honig herzustellen wird dieser am Anfang des Kristallisationsprozesses gerührt, durch das Rühren werden entstehende Kristalle zerrieben und der Honig wird cremig zart und streichfähig.
Er verändert seine Konsistenz dann nicht mehr und läuft auch nicht vom Brot!
Eine Faustregel für den Geschmack sagt, je heller der Honig, desto milder, je dunkler, desto kräftiger.
Lagerung/Haltbarkeit
Honig lagert am Besten dunkel, verschlossen und kühl, aber nicht unbedingt im Kühlschrank, dann hält sich mein gut vollausgereifter Honig über Jahre, auch über das angegebene Haltbarkeitsdatum hinaus. Jedoch ist die Angabe vom Gesetzgeber vorgeschrieben.
Wenn ein Honigglas geöffnet stehen bleibt, zieht der Honig Feuchtigkeit aus der Umgebung an, dann erhöht sich der Wassergehalt im Honig und er kann zu Gären beginnen und wird ungenießbar. Honig ist ein Lebensmittel, das grundsätzlich einem Verderb unterliegen kann.
Verwendung
Heißen Tee kann man mit Honig süßen, es sind zwar einige Inhaltstoffe des Honigs wärmeempfindlich und bei kochend heißen Tee geschädigt. Dennoch bleiben die meisten Inhaltsstoffe des Honigs die nicht wärmeempfindlich sind enthalten.
So leben Sie gesünder, und es schmeckt einfach besser!
Zum Kochen und Backen verwendet, bringt er eine eigene Geschmacksnote mit, die Gerichte unglaublich raffiniert machen.

